...ist eine fotografische Langzeitserie mit Texten, Musik und Videos und gleichzeitig eine Hommage an die rätselhafte Figur des Bob-Dylan-Songs  „Visions of Johanna“  aus dem Jahre 1966.

 

Im Jahr 2011 begann die Geschichte mit 24 Bildern und einem Monolog

 

Zwischenzeitlich  entwickelte sich die Geschichte  zu einem Kaleidoskop verschiedener Handlungen und visueller Eindrücke, denen sich der Betrachter lediglich assoziativ nähern und seine eigenen Gedanken spiegeln soll.

 

 

Worum es eigentlich geht:

 

Johanna schaltet ihr Handy und ihren Computer aus und geht auf Reise. In der Fremde versinkt sie immer mehr in die Handlung des Textes von Bob Dylan, bis sie schließlich davon überzeugt ist, tatsächlich eben jene Johanna zu sein, die der Ich-Erzähler des Liedes im Jahr 1966 erfand. Dieser Erzähler wird zu ihrem einzigen Ansprechpartner. Aus der Fremde schreibt sie ihm Postkarten mit Fotos von ihr. Die Reise führt sie in die Wallonie, nach Lüttich, Paris und später in die USA, nach Irland, und wieder zurück in ihre Heimat, der Gegend des rheinischen Braunkohletagebaus, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Johanna taucht ab in eine Scheinwelt voller schillernder Figuren und skurriler Szenen. Am Ende jedoch stellt sich heraus, dass die Scheinwelt nichts anderes ist als ihre eigene Realität.

 

Die Geschichte erzählt von den verschwimmenden Grenzen zwischen Fassbarem und Unfassbarem, grauem Alltag und ersponnenen Traumwelten und davon, wie eine eigentlich gar nicht existente Figur im wahren Leben Gestalt annehmen kann. Irgendwo zwischen all dem liegt die Wirklichkeit.

 

Das Projekt "Johanna geht offline" umfasst nicht nur Bilder, sondern auch Gedanken und Texte, die u.a. in Johanna erzählt und Johannas Monolog festgehalten wurden.

  

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Bob Dylan ist für mich seit Jugendtagen einer der größten und wichtigsten Poeten überhaupt. Seine Texte durchfluten alle Lebensbereiche, überschreiten Grenzen, dringen in die Tiefe.

 

Sie begleiten mich seit Jahrzehnten. Man kann mit ihnen lachen oder weinen oder auch beides zugleich. Auf jeden Fall findet man immer eines darin: Zwischen allem Zauber das Leben.